Queens World Film Festival 2017

14.03.-19.03.2017
Bericht von Silke C. Engler (KIRSCHKUCHEN)

Das 7. Queens World Film Festival fand vom 14. – 19. März 2017 statt in New York, Queens. Es ist ein mittleres (nicht klein, aber auch nicht riesig) Festival mit internationalem Programm und einem ausgeprägten lokalen Bezug. Dieses Jahr wurden 135 Filme aus 25 Nationen gezeigt. Es waren sowohl kurze als auch lange Filme im Programm. Spielfilme, Dokumentationen und animierte oder experimentelle Filme sorgten für eine große Abwechslung bei den Screenings. Die Filme wurden von Artistic Director Don Cato in thematische Blöcke aufgeteilt, so dass man in einem Block auch sehr unterschiedliche Werke und Genres vereint finden konnte.

Die Vorführungen fanden in drei Kinos statt. Ein großes und ein mittleres Kino befanden sich im Museum of the Moving Image ein kleines Kino befand sich im Studiokomplex um die Ecke direkt auf dem Gelände der Kaufmann-Astoria- Filmstudios. Manche Blöcke überschnitten sich oder fanden parallel statt, so dass man nicht das komplette Programm ansehen konnte.

Eine Jury (Cynthia Lopez, Josh Green, Gy Mirano, Sebastian Rea, Christine Birell, Michael Lieber, Jamil Lahham), die beim Festival nicht anwesend war, wählte aus allen Filmen in 25 Kategorien Nominierte aus, aus denen wiederum bei der Award Verleihung am letzten Abend des Festivals die Gewinner und lobende Erwähnungen bekannt gegeben wurden. Daneben wurden noch weitere Preise von Sponsoren und den beiden Veranstaltern Don und Katha Cato ausgelobt. Mein Film war in zwei Kategorien nominiert (Bester Darsteller in einem Kurzfilm und Beste Darstellerin in einem Kurzfilm), was die Award Verleihung besonders aufregend gemacht hat.

Die Gastgeber Don und Katha Cato und ihr Festivalteam haben einen freundlichen Empfang für alle Filmemacher bereitet. Mit ihrer Energie und Freude geben sie dem Festival eine ganz besondere Atmosphäre. Die anwesenden Filmemacher kamen zum größten Teil aus Queens und anderen Teilen der USA, aber auch aus anderen Ländern waren einige Filmemacher angereist. Die Veranstalter betreuten die Filmemacher während ihrer Screenings und veranstalteten nach jedem Block ein ausgiebiges Q&A. Ansonsten wurde man sich selber überlassen, konnte Screenings besuchen oder das Filmmuseum erkunden. Auf der Award Verleihung konnte man dann die Filmemacher kennenlernen, deren Screening man nicht besuchen konnte. Etwas schade fand ich, dass nach der Preisverleihung die Veranstaltung sehr bald endete und keine Party danach geplant war, so dass sich alles sehr schnell verlief. Einige Wochen vor dem Festival fand ein Come together statt, welches wohl hauptsächlich von Amerikanischen Filmemachern besucht werden konnte. Leider fehlte es an einer solchen Veranstaltung während des Festivals, bei der sich Filmemacher besser kennen lernen konnten.

Der Besuch beim Queens World Film Festival hat sich auf jeden Fall gelohnt. Während des Festivals habe ich viele tolle Filme sehen und Inspiration finden können. Außerdem konnte ich Kontakte knüpfen und viele neue kreative Filmemacher kennenlernen.



www.queensworldfilmfestival.com