Aspen Shortsfest 2017

04.–09.04.2017
Ein Reisebericht von Frédéric Hambalek (BERGFIEBER)

Das Aspen Shortsfest ist ein hervorragend organisiertes Festival, das ein außerordentlich starkes Programm präsentiert.

Als Anreise gibt es die Möglichkeit, direkt nach Aspen zu fliegen – was allerdings teuer werden kann. Oder per Mietwagen von Denver aus zu fahren – was mit wunderbaren Bergpanoramen belohnt und (wie in unserem Fall) durch einen gesperrten Bergpass bestraft wird. Wer Schilder lesen kann, dem wird das allerdings nicht passieren.

Die sehr gute Festivalorganisation rund um Kathlees McInnis hat uns ein sehr schönes Zimmer mit Doppelbett zur Verfügung gestellt. Das Hotel verfügte außerdem über einen geheizten Außenpool, sowie Sauna und Whirlpool. Das sehr amerikanische Frühstück war natürlich auch inbegriffen.

Auch für die Verpflegung außerhalb des Hotels war gesorgt. Oft gab es ein vom Festival organisiertes Mittagessen. Zusätzlich jeden Mittag kostenlose Pizza (und manchmal auch Bier). Außerdem kostenlosen Kaffee und Cookies in der Filmmaker’s Lounge. Unter‘m Strich kann man dort also für sehr wenig Geld die Woche verbringen – außer man geht in den zahlreichen, sehr guten Restaurants essen, was wir herzlich empfehlen.

Nun zum Rahmenprogramm: Es gab sowohl Panels, auf denen die Filmemacher selbst über ihre Arbeit sprachen, als auch Fachdiskussionen von Branchenvertretern – also Agenten, Produzenten, Journalisten, etc. Zusätzlich wurden viele Filmemacher von Journalisten um Interviews gebeten, etwa für die örtliche Zeitung, Radio oder Fernsehen. All dies war so organisiert, dass man gut ausgefüllte Tage hatte. Durch die vielen Events hatte man ebenfalls gute Gelegenheit, das Material der AG Kurzfilm unter interessierte Leute zu bringen.

Um 17 und 20:30 Uhr gab es dann täglich jeweils zwei Filmblöcke. Die Auswahl der Filme ist, wie eingangs erwähnt, sehr hochwertig. Die Filmvorführungen waren gut besucht, wenn auch nicht ausverkauft. Beim Q&A nach dem Screening zeigte sich ein interessiertes und warmherziges Publikum.

Und da man mit den anderen Filmemachern sehr gut vernetzt wird und sich alle gemeinsam fast das komplette Programm ansehen, kann man sich beim „Après Screening“ in gemütlicher Runde über die Filme austauschen. Die Jurymitglieder mischen sich übrigens unter die Filmemacher, was zu einer ungezwungenen Atmosphäre führt.

Am Sonntag wird dann die Preisverleihung als 3-Gänge-Essen zelebriert. Ein wirklich schöner Abschluss mit gutem Essen und Wein – man ist eingeladen – für eines der besten Festivals, die ich bisher besuchen durfte.


www.aspenfilm.org