Das Fällen eines Kirschbaums wird zum Startpunkt eines intimen filmischen Dialogs zwischen Mutter und Tochter. Die Grenze zwischen dem Bedürfnis nach Aufklärung und dem Wunsch nach Heilung verschwimmt, während die Kamera beständig das Fällen des Kirschbaums im Garten der Mutter dokumentiert. Der Kurzfilm ist der Versuch, eine gemeinsame Sprache für die unaussprechlichen Folgen sexuellen Kindesmissbrauchs innerhalb der eigenen Familie zu finden.
Silke Schönfeld ist bildende Künstlerin und Filmemacherin. Sie studierte Freie Kunst u. a. an der Kunstakademie Düsseldorf und war Stipendiatin an der Rijksakademie Amsterdam (2020-2022). Ihre Arbeiten werden international gezeigt und vielfach ausgezeichnet, u.a. Deutscher Kurzfilmpreis, 2023.
Filmografie
2015 kommt und guck selber (14 min)
2016 Nur wer die Arbeit kenn, der wird sie schätzen (22 min)
2017 The Lying Sun (15 Min)
2019 Mainacht - invented traditions part one (35 min)
2019 Mönchszüge - invented traditions part two (23 min)
2020 Die sehen ja nur, die wissen ja nichts (27 min)
2023 Ich darf sie immer alles fragen (15 min)
2025 Die Unvorzeigbarkeit dessen, was nie hätte geschehen sollen (25 min)