RiFF River Film Festival Padua 2025 (Sektion Virtual Reality)
07.-08.06.2025
Das River Film Festival ist ein Filmfestival, bei dem es hauptsächlich um Kurzfilme geht und das seit 19 Jahren in Padua stattfindet.
In Anlehnung an das nahe gelegene Venedig und die Sektion Venice Immersive im Rahmen des internationalen Filmfestivals hat der Festivaldirektor Emilio Della Chiesa in den letzten zwei Jahren auch das RiFF in Padua um eine Virtual-Reality-Sektion erweitert.
Das Festival dauert 17 Tage und hat neun Kategorien, darunter neben VR auch Filmschulen, Animation, Dokumentarfilme, Queer Shorts u.a.
Das Festival findet im Wesentlichen an zwei Veranstaltungsorten statt. Der Hauptschauplatz ist die Open-Air-Leinwand an der Flusstreppe in Porta Portello. Ein absolut stimmungsvoller Ort, der dieses Festival zu etwas ganz Besonderem macht. Aufgrund der Helligkeit beginnen die Vorführungen jedoch erst sehr spät, nämlich um 22.00 Uhr und dauern bis Mitternacht.
Der zweite Standort befindet sich in einem Kulturzentrum im Stadtzentrum. Hier wurde am Wochenende des 7. und 8. Juni der Virtual-Reality-Sektion präsentiert, der auf den Nachmittag (und nicht wie ursprünglich geplant auf den Abend) vorverlegt wurde. Am gleichen Ort und zur gleichen Zeit wie die VR-Veranstaltung fand die Venetische Filmmesse mit einer Reihe von Podiumsdiskussionen über Ausbildung, Produktion, Förderung und Aufwertung des regionalen Films statt.
Diese gleichzeitigen Veranstaltungen sorgten für ausreichend Publikum, aber leider gab es keine offizielle Präsentation des VR-Bereichs, da der Schwerpunkt des Wochenendes auf der Messe lag.
Ich wurde jedoch vom Festivalteam, das aus Filmstudenten der Universität Padua und der Sektionskuratorin Tania Gallinaro bestand, herzlich empfangen.
Im Gegensatz zu einer linearen Kinoprojektion sind VR-Projektionen sehr individuell, denn das Publikum entscheidet, was es sehen möchte und wie lange. Daher ist auch die Annäherung an das Publikum individuell. An den Nachmittagen, an denen ich auf dem Festival war, stellte mich das Team persönlich und individuell den Zuschauern vor, die nach der Vorführung Fragen stellen konnten.
Außerdem konnte ich mir an diesen beiden Tagen die Arbeit der anderen Teilnehmer*innen der VR-Sektion ansehen. Besonders beeindruckt war ich von der Arbeit des brasilianischen Künstlers Dario Maciel BACK TO THE PAST.
Die Teilnahme an diesem Festival hat sicherlich eine größere Resonanz, als man denkt, denn das Festival wird auch im Ausland stark beworben, zum Beispiel auf italienischen Messen und Pavillons im Rahmen der Festivals von Cannes oder der Berlinale.
Fazit: ein empfehlenswertes Festival mit der Empfehlung, in Padua zu übernachten, um die Abend- (oder Nacht-!) Vorführungen zu besuchen, und für einen längeren Zeitraum von nur zwei Tagen, um mehr als eine oder zwei Sektionen oder sogar Workshops zu erleben