Bristol Encounters Short Film Festival 2017

17.-24.09.2017
Ein Reisebericht von Rebecca Blöcher (ZU ZAHM!)

Ich hatte mir das Encounters Film Festival größer vorgestellt, da es ja eines der wichtigsten Festivals im UK ist, dafür war aber das Programm recht vollgepackt und jeder Film wurde nur einmal gezeigt.

Es findet fast alles in einem Haus, im „Watershed“, statt. Das ist ein Kino mit mehreren Kinosäälen und einem großen Cafe/Restaurant. Das hat den Vorteil, dass man sich immer wieder über den Weg läuft.

Es liegt recht schön an einem Fluss mit einem kleinen Platz davor, an dem am Wochenende ein Markt mit Essensständen und einem kleinen Flohmarkt stattfindet.

Ein paar Rahmenprogramme wurden in einer Bar Namens „Forge“ gezeigt, die superschön und nur ein paar Minuten Fußmarsch vom Watershed entfernt ist.

Mir persönlich hat das Rahmenprogramm ein wenig gefehlt, also Veranstaltungen zum austauschen etc. Dafür war es aber umso beeindruckender, wieviele Filmemacher und Filmleute und Fachpublikum da waren.

Auch die Qualität der Filme, die gezeigt wurde, war beeindruckend.

Die Kinos waren immer gut gefüllt (egal, ob 12 Uhr mittags oder 8 Uhr abends) und viele Programme waren ausverkauft.

Für die Wettbewerbsfilme gab es danach immer Q&A-Sessions, die aber in einem Extra-Raum und nicht im Kinosaal stattfanden Das war ganz schön, da nur die Leute hingingen, die es auch interessierte, eine etwas intimere Atmosphäre entstand und es nicht diesen Zeitstress gab.

Die Organisation war etwas chaotisch, aber letztendlich hat alles gut funktioniert. Es gab kein Festivalbüro, dafür aber einen großen „Informationstisch“ im Watershed.

Was die Gästebetreuung betraf, so war man etwas auf sich gestellt, aber trotzdem waren alle supernett und zuvorkommend.

Ich wurde vom Festivalfahrer vom Flughafen abgeholt und auch wieder hingebracht. Zwei Nächte im Hilton Hotel wurden vom Festival bezahlt.

Man hat einen Festivalbeutel mit einem Programmkatalog darin bekommen.

Die Award-Ceremony fand in einem der Kinos ohne großes Spektakel statt. Dafür war aber für fast jeden Film ein/e Filmemacher/in da, der/die den Preis entgegennahm.

Danach gab es eine Party (2 DJanes) im „Watershed“, die früh losging und auch früh (um 0 Uhr) wieder zu Ende war.

Ich würde sagen, der Schwerpunkt des Festivals liegt definitiv darin, soviele Filmemacher/innen und Fachbesucher/innen wie möglich vor Ort zu haben. Dafür gibt es weniger vom Festival organisiertes „Drumherum“.

www.encounters-festival.org.uk