2026-09 Gemeinsames Statement der sächsischen Filminstitutionen, Festivals, Verbände und Vereine zum Haushaltsentwurf 2027/28

Rekordhaushalt, aber Kürzungen bei der Filmkultur?
Der Entwurf für den sächsischen Doppelhaushalt 2027/28 sieht Kürzungen vor, die zentrale Bereiche der Filmkultur treffen – von kultureller Bildung und Filmvermittlung über die Sicherung des audiovisuellen Erbes bis hin zu Angeboten im ländlichen Raum.
Gemeinsam setzen wir uns für einen Kurswechsel ein. Denn Film ist Kunst, kulturelles Gedächtnis, Bildungsauftrag und demokratischer Diskurs zugleich. Gerade in Zeiten von KI-generierten Inhalten und Desinformation gewinnen der Zugang zu Filmkultur und die Vermittlung von Medienkompetenz zusätzlich an Bedeutung. Umso wichtiger ist es, die dafür notwendigen Strukturen langfristig zu sichern.

Für eine zukunftsfähige Filmkultur in Sachsen fordern wir daher von Staatsregierung und Sächsischem Landtag:
- den Erhalt des Fördervolumens der institutionellen Förderung mindestens auf dem Niveau des Doppelhaushalts 2025/26,
- die Finanzierung von Filmland Sachsen mindestens in Höhe der bisherigen Förderung,
- die Rücknahme der Kürzungen bei SAVE und der Cinématjèque Leipzig,
- keine Kürzungen bei der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen,
- den Erhalt und die Stärkung von kultureller Bildung, Filmvermittlung und Inklusionsförderung sowie
- eine verlässliche Dynamisierung der institutionellen Förderung entsprechend der Kostenentwicklung.

Unser vollständiges gemeinsames Statement: 

Gemeinsames Statement der sächsischen Filminstitutionen, Festivals, Verbände und Vereine zum Haushaltsentwurf 2027/28