Athena Film Festival 2026
06.-08.03.2026
Das Athena Film Festival ist eines der wenigen international sichtbaren Formate, das sich ausschließlich Filmen von weiblichen und nicht-binären Regisseur*innen widmet (Anteil ca. 90 %). Seit 2011 beweist sich das Athena Festivals mit namenhaften Filmen, die auf internationalen Festivals gelaufen sind. Sein klarer Fokus auf (mehrfach) marginalisierten Stimmen bietet einen kuratierten Raum für Stimmen, die im internationalen Dokumentarfilmdiskurs nach wie vor unterrepräsentiert sind.
Unseren Film in New York City auf diesem Festival vorstellen zu können, war wirklich toll. Die Atmosphäre ist sehr familiär, das Programm sehr fein zusammengestellt. Unser Film „Think of something beautiful“ lief in der Kategorie „Shorts: Small Battles“. Neben Kurzfilmen sind auch eine Reihe Langfilme im Programm, die teils mit hochdotierten Preisen ausgezeichnet wurden. Dabei war der sehr hochgehaltene politische Anspruch des Festivals spürbar. Das Programm spiegelte eine Reihe Themen des aktuellen Weltgeschehens wider, wie der Krieg und die politische Situation in Iran, Rechte von trans Personen in den USA sowie den weltweiten Rechtsruck. Diese wurden in den ausführlichen Q&As danach aufgegriffen und ergaben interessante Gespräche mit den Filmemacher*innen und dem Publikum.
Der Kontakt mit dem Team vor Ort war sehr herzlich und bemüht. Schon in den Mails im Vorfeld hatte ich ein gutes Gefühl. Man merkte, dass dem Team viel an der Vernetzung von Filmemacher*innen lag. Auch unser Q&A war sehr angenehm. Es wurden sehr durchdachte, präzise Fragen gestellt, man spürte ehrliches Interesse. Die Person, die es leitete, war Teil eines von Athena ins Leben gerufenen Programms zur Ausbildung und Förderung junger Kurator*innen.
Danach war ich eingeladen zu einem Treffen mit dem „Girls who Film Club“, einer Organisation filminteressierter weiblicher Studierender der beiden Universitäten Barnard und Columbia. Dort werden gemeinsam drei bis vier Kurzfilme pro Semester neben dem Studium und ohne viel Budget gedreht, was mich sehr beeindruckte. Es war ein intimer Austausch an Erfahrungen mit Zusammenarbeiten, Fördersystmen verschiedener Länder und über unsere individuellen Werdegänge wie wir überhaupt beim Filmemachen gelandet sind. Zu hören, was die Anderen so bewegt, welche Schwierigkeiten sie schon in ihrer Arbeit hatten und ihre generellen Gedanken zum Filmemachen war für mich sehr wertvoll.
Ich bin sehr froh, die Möglichkeit gehabt zu haben, zu diesem kleinen, feinen und besonderen Festival zu reisen. In politischen Zeiten wie diesen war es für mich sehr bestärkend, die Arbeit des Athena Filmfestivals so direkt zu erleben und mich mit Filmschaffenden vor Ort auszutauschen.